Das andere Jagdbuch - Jagd hautnah erleben

Ober Erliziel
CH-6374 Buochs
Suisse

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Wir fanden uns vor der Saison in einem Restaurant zum jährlichen Mannschaftsessen ein, als Jägerfotos die Aufmerksamkeit auf sich zogen. „Haben die das nötig?“, wollte einer meiner Fussballkameraden nach Musterung der eingerahmten Bilder wissen. Dass er keine Antwort auf die Frage erwartete, war mir recht. Denn, was er nicht wusste: Ich hatte mich während der Saisonpause selber zum Jagdlehrgang angemeldet. Bock hatte ich trotzdem nicht, eine Diskussion über die Jagd anzuzetteln. Schliesslich hatte ich zum damaligen Zeitpunkt keine Ahnung von der Jagd. Und nichts Schlimmeres als eine Diskussion unter Ahnungslosen. Ich hielt mich also bedeckt.

Gut zehn Jahre ist es her und allzu oft erinnerten mich andere Gespräche an den Kommentar Jägerfotos im Restaurant. Doch nie waren sie so treffend ehrlich, wie damals, als ich einen unzensurierten Einblick in die Gedanken eines Nicht-Jägers erhielt. Heute glaube ich zu wissen, wie er zu seinem Urteil kam. Bei den Jägerfotos handelte es sich um Erinnerungsbilder. Personen, welche die betreffende Jagd nicht miterlebt haben, können auch die Erinnerung nicht teilen. Sie sehen nur das Ergebnis der Jagd. Ein stolzer Jäger, der sich über die gemachte Beute freut. Ohne eigene jagdliche Erfahrung, mit welcher man sich in die Situation hineinversetzen könnte, bleibt ein grosser blinder Fleck. Das Urteil ist rasch gefällt.

Eine andere Aussage eines ehemaligen Militärkameraden hinterliess ebenfalls einen bleibenden Eindruck. Es ging ums Schiessen und die Frage, ob man auf Menschen schiessen könnte, wenn es denn erforderlich wäre. Diese nicht speziell auffällige Person kam zum Schluss, dass er wohl weniger Mühe hätte, auf einen 200 Meter entfernten Menschen zu schiessen als auf ein Reh, das 50 Meter weit weg ist. Wiederum frage ich mich, wie er zu seiner Aussage kommen konnte. Abgesehen davon, dass ihm genügend Distanz Skrupel zu nehmen schien, vermute ich, dass er wenig übrig hatte für seine Mitmenschen. Seiner Meinung nach machte der überzählige Mensch ohnehin nur die Welt kaputt. Und im Gegensatz zum Menschen ist das Reh gänzlich unschuldig. Was ihn zur Konsequenz führte, dass das Reh geschützt werden muss und die Jagd abgeschafft. Was bleibt, ist die Verachtung der eigenen Selbst.

Im Frühsommer 2016 wurde ich gefragt, ob ich mich im Vorstand des Patentjägervereins Nidwalden engagieren möchte. Sie suchten einen neuen Aktuar. In einem Nebensatz schnappte ich auf, dass der Verein 2019 sein 100jähriges Jubiläum feiern werde. Vorerst dachte ich mir nichts dabei. Bis ich mich ein paar Tage später – ich hatte inzwischen als Aktuar zugesagt – an Nicht-Jäger und Autor Christian Hug erinnerte, welcher immerzu von der Jagd schwärmte. Die Idee war rasch geboren. Wir machen ein Jägerbuch. Ein Buch, das mehr zeigt als die Jägerfotos an der Wand des Restaurants. Wir zeigen, was davor passiert und was danach noch kommt. Und warum wir gescheiter etwas besser mit unserer Welt und unseren Mitmenschen umgehen, als die Jagd abzuschaffen.
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